In kaum einem anderen deutschen Anbaugebiet konzentrieren sich auf so engem Raum jahrhundertealte Weinkultur, kulinarische Spitzenqualitäten und historische Landschaften. Seit Jahrhunderten ist der Rheingau im In- und Ausland der Inbegriff für große Rieslinge wie Spätburgunder. Die Rheingauer Winzer waren schon immer Vorreiter in Sachen Weinqualität. Hier wurde 1775 die Edelfäule entdeckt, die für die Erzeugung von Beeren- und Trockenbeerenauslesen so wichtig ist. Goethe verehrte schon in seinen Reiseberichten von 1814 die Assmannshäuser Rotweine, Gerhart Hauptmann bestellte sie gleich direkt in der Krone. Im Jahr 1992 wurden hier die ersten Grand Crus von deutschem Boden, die Ersten Gewächse, von vier Weingütern (Breuer, Lang, Weil & Wegeler) erfunden und heute findet im Rheingau unter anderem jährlich das weltweit renommierteste Gourmetfestival statt.

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Wie so häufig, begann alles mit einer Idee. In Assmannshausen am Rhein trafen sich Johannes Rab und Johann Umhoff beim ortsansässigen Schultheiß, um ein halbfertiges Haus inklusive Treidelrechte am Rheinufer für 300 Gulden zu erwerben. Das Gasthaus wurde auf den Namen Krone Assmannshausen getauft. Die geschah im Jahr 1541. Ob bei Vertragsabschluss ein Glas Assmannshäuser Höllenberg getrunken wurde, ist nicht überliefert. Etwa 100 Jahre später wurde die Bewirtschaftung des Höllenbergs, der seit Jahrhunderten dem Mainzer Domkapitel gehörte, an Assmannshäuser Bürger und Gastronomen übertragen.

Die spätere Eigentümerin der Krone, Lieselotte Alberti konnte, so der Journalist und Autor historischer Romane Hans Dieter Schreeb, 1772 nachweislich das Gasthaus inklusive Bewirtschaftungsrechte im Assmannshäuser Höllenberg erwerben. Im Jahr 1860 wurde ein eigenes Weingut in Assmannshausen mit einem 60 Meter langen Naturfelskeller gebaut. Damit war der Grundstock des heutigen Weingutes Krone Assmannshausen gelegt. Ende des 19. Jahrhunderts übernahm die legendäre Familie Hufnagel die Führung von Hotel und Weingut Krone.

Im Jahr 2006 wurde zum ersten Mal in der Geschichte Hotel und Weingut nicht gemeinsam an die nächste Eigentümergeneration weitergegeben. Während das Hotel in die Hände der Hotellierfamilie Lohbeck überging, blieb das Weingut im Besitz von Botho Jung, dem bisherigen Inhaber. Zu Beginn des Jahres 2007 wurde in den Kreis der Eigentümer die Famile Wegeler-Drieseberg aufgenommen, die seit vier Generationen im Rheingau und an der Mosel Riesling kultivieren. Gemeinsam haben sich beide Familien das Ziel gesetzt die Geschichte des Weingutes Krone so weiter zu schreiben wie sie bisher geschrieben wurde: als Familiengeschichte!

Botho Jung und Dr. Tom Drieseberg vor der Pinot Probe in New York, 2009

Während Riesling im Ausland längst Kultstatus erreicht hat, beginnt in den USA das Interesse an deutschen Spätburgundern gerade einmal aufzukeimen. Im eigenen Land haben wir es leichter als in Übersee, wie wir im März 2009 erfahren durften. Zum ersten Mal überhaupt gab es in New York ein großes Tasting deutscher Spätburgunder, zu dem das German Wine Institute in den USA eingeladen hatte. Alles was Rang und Namen in Deutschland hatte, war vertreten. Die Resonanz des Fachpublikums war gut, wenn auch nicht überwältigend. Aber die Anwesenheit der wichtigsten Pressevertreter von New York Times und Wine Spectator war richtunsgweisend.

Die Kommentare zu deutschen Rotweinen und insbesondere Spätburgunder waren durchweg geteilt. Wir durften lernen, dass die Weintrinker, die gerne Syrah, Zinfandel oder Merlot trinken, durchaus Mühe hatten, unsere Weine zu genießen. Auf der anderen Seite trafen wir auf Kenner der Burgunderszene, die vollkommen verblüfft ob der Komplexität, Dichte und Säurestruktur der gezeigten Weine waren. Ausgesprochen individuell meinten einige der Verkoster – aber genau so sehen wir uns selbst. Globaler Massengeschmack ist für uns weder Motivation noch Ziel. Wir setzen auf individuelle, kantige, vor allem jedoch wiedererkennbare Pinots. Und Freunde dieser Stilistik gibt es auf der ganzen Welt – aber eben nicht Massenhaft.